Künstlicher Gelenkersatz an Hüfte und Knie

Ich führe pro Jahr ca. 150 Gelenksersatzoperationen durch.

Künstliches Hüftgelenk

Ist der Knorpelbelag am Hüftgelenk stark beschädigt oder zerstört, lässt er sich nach heutigem Wissensstand durch kein Medikament und keine andere therapeutische Maßnahme wieder aufbauen. Auch die fortschreitende Gelenkschädigung lässt sich nicht umkehren. Dann ist eine Operation und die Implantation einer Hüftprothese die einzig effektive Lösung, die Beschwerden zu lindern. Ich verwende besonders langlebige Implantate, die sich in Studien ausgezeichnet haben. Die Prothesenteile sind aus neu entwickelter Hochleistungskeramik (Gleitpaarungen) und Titanschmiedelegierungen (Verankerung im Knochen).

Operation

Mit einer Hüftprothese lässt sich ein intaktes, dem natürlichen gesunden Zustand möglichst nahekommendes Gelenk wiederherstellen. Die Operation erfolgt über einen sogenannten minimalinvasiven Zugang am seitlichen Hüftumfang (ALMIS Methode). Dabei wird die dort befindliche Muskulatur nicht wie sonst üblich durchschnitten, sondern zur Seite geschoben und die Weichteile geschont. Durch diese schonende Operationstechnik werden die Beschwerden nach dem Eingriff möglichst gering gehalten, um eine schnelle Remobilisation zu erreichen. Es werden durch diese Operationstechnik keine Drainagen mehr verwendet und die Haut wird mit einem Spezialkleber verklebt, sodass keine Nahtentfernung notwendig ist. Ab dem 3. postoperativen Tag kann man im Sanatorium bereits ohne Stützkrücken im Zimmer gehen, nach der Entlassung benötigt man zu Hause keine Gehstöcke, sondern kann sich frei bewegen. Man sollte aber zur Sicherheit außer Haus bis zu 3 Wochen postoperativ Stützkrücken oder Gehstöcke/Walking Stöcke verwenden (schlechte Koordination des Gangbildes nach Operationen).

Künstliches Kniegelenk

Entzündungen des Knies in Folge von Überbelastung werden in erster Linie durch Schonung behandelt. Ist der Knorpelbelag am Kniegelenk jedoch stark beschädigt oder zerstört, lässt er sich nach heutigem Wissensstand durch kein Medikament und keine andere therapeutische Maßnahme wieder aufbauen. Auch die fortschreitende Gelenkschädigung lässt sich nicht umkehren. In diesem Falle ist ein operativer Eingriff ratsam.

Operation

Mit einem Oberflächenersatz des Kniegelenkes lässt sich ein intaktes, dem natürlichen gesunden Zustand möglichst nahekommendes Gelenk wiederherstellen. Des Weiteren werden deformierte Gelenksachsen, wie sie beim O-Bein oder X-Bein vorkommen, bei der Operation ebenfalls korrigiert, sodass der operierte Patient nach der OP wieder „gerade Beine“ hat. Die Operation erfolgt über einen sogenannten minimalinvasiven Zugang. Es werden ausschließlich Implantate verwendet, die sich in Studien ausgezeichnet haben. Auf Wunsch kommen auch individualisierte Schnittblöcke oder Implantate für das Kniegelenk zum Einsatz, die nach genauer radiologischer Vermessung spezialangefertigt werden. Durch eine schonende Operationstechnik werden die Beschwerden nach dem Eingriff möglichst gering gehalten, um eine schnelle Remobilisation zu erreichen. Es werden durch diese schonende Operationstechnik keine Drainagen mehr verwendet und die Haut wird mit einem Spezialkleber verklebt, sodass keine Nahtentfernung notwendig ist. Ab dem 3. Postoperativen Tag kann man im Sanatorium bereits ohne Stützkrücken im Zimmer gehen, nach der Entlassung benötigt man zu Hause keine Gehstöcke, sondern kann sich frei bewegen. Man sollte aber zur Sicherheit außer Haus bis zu 3 Wochen postoperativ Stützkrücken oder Gehstöcke/Walking Stöcke verwenden (schlechte Koordination des Gangbildes nach Operationen).

Hemischlitten oder Teilgelenksersatz des Kniegelenkes

In sehr seltenen und streng zu stellenden Indikationen, wenn nur das innere oder äußere sogenannte Kompartment des Kniegelenkes beschädigt ist und die sonstigen Knorpelüberzüge und Bandstrukturen unversehrt sind, kann ein sogenannter Hemischlitten implantiert werden. Es handelt sich dabei um einen kleinen Oberflächenersatz eines arthrotischen Teilbereiches des Kniegelenkes. Diese Technik ist in den letzten Jahren auf Grund der verbesserten Biomechanik und Beweglichkeit der Gelenke und kürzeren postoperativen Rehabilitationsphase immer verlässlicher und sicherer geworden.

Informationen zum Ablauf einer Operation finden Sie hier.