Schonend zum neuen Knie

Schonend zum neuen Knie

Gelenksprobleme können vor allem im Alter für Probleme im Knie sorgen.
Besonders für ältere Menschen ist es umso wichtiger, sich regelmäßig zu bewegen und sportlich aktiv zu bleiben. Da dies die lebensverlängernste Maßnahme ist, die wir Menschen setzen können. Durch Schmerzen im Knie wird vor allem die Bewegung zur Herausforderung, die gerade für internistische und übergewichtige Patienten so wichtig wäre.

Als Knie-Spezialist diagnostiziere ich durch spezielle Tests, mit denen ich Beweglichkeit, Belastbarkeit und Schmerzhaftigkeit des Kniegelenkes prüfe, die Ursache für die Schmerzhaftigkeit. Weiterführend kommen noch bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen oder Magnetresonanztomografie (MRT) zum Einsatz.

Patient hält sein schmerzendes Knie

Welche Knie-Therapie kommt für mich infrage?

Die Therapie der ersten Wahl ist immer die konservative Therapie – eine Behandlung, die ohne chirurgischen Eingriff zur Schmerzreduktion führt. Hierfür gibt eine breite Auswahl an Möglichkeiten, um die Schmerzen zu reduzieren. Dazu gehören zum Beispiel praktisch schmerzfreie Spritzen in die betroffenen Gelenke, Knorpelregenerationskuren, Physiotherapie mit dem Erlernen von Heimübungen für den täglichen Bedarf individuell auf die jeweilige Person und deren Schmerzspektrum abgestimmt. Oder Ergometer Training und physikalische Therapien wie zum Beispiel Strom und Ultraschallbehandlungen.

Erst, wenn diese nicht chirurgischen Behandlungen versagen, weil das Gelenk zu stark geschädigt ist, ist eine Operation meist unumgänglich.

Welche Operationsmethoden bei Problemen im Knie kommen zum Einsatz?

Früher wurde das Hauptaugenmerk auf eine möglichst schnelle Operation gelegt. In den letzten Jahren wurde die Methode der Operationen durch viele wissenschaftliche Neuerungen revolutioniert. Nun sind vor allem sorgsam und schonend durchgeführte Operationen erfolgreicher.

Diese Art der Chirurgie wird als minimalinvasive Chirurgie bezeichnet und zeichnet sich durch eine besonders schonende Zugangsart und den Einsatz spezieller Instrumente und Techniken aus. Der Schnitt durch die Haut ist kleiner und auch die Weichteile unter der Haut werden möglichst vorsichtig und schonend behandelt. Dadurch reduziert sich das chirurgische Trauma und damit auch der postoperative Schmerz und die Risiken von Wundheilungsstörungen und Infektionen. Die Heilung kann deutlich rascher erfolgen und durch das Verkleben der Haut und das Verzichten auf das Legen von Drainagen wird eine kosmetisch schönere Narbe gewährleistet.

Wann bin ich wieder mobil?

Bereits wenige Stunden nach der Operation kann der Patient das erste Mal aufstehen. Wenige Tage nach der Operation ist im Zimmer sogar ein Gehen ohne Gehstützen möglich.

Der häusliche Alltag kann nach der Entlassung etwa 1 Woche nach der Operation in der Regel ohne Gehstützen bewältigt werden. Lediglich für Unternehmungen außer Haus werden für etwa 3 Wochen Stützkrücken oder Nordic Walking Stöcke zur Gangsicherung empfohlen.

Wie sieht es mit der postoperativen Versorgung aus?

Ich erstelle und organisiere für meine Patienten ein maßgeschneidertes Behandlungskonzept, sodass man nach circa 3 Wochen postoperativ wieder frei mobil ist und langsam wieder mit sportlichem Training beginnen kann.

Auf Wunsch beginnen meine Patienten bereits etwa 10 Tage postoperativ mit einer ambulanten rehabilitativen Physiotherapie in meinem spezialisierten Institut. Diese beinhaltet sowohl manuelle Lymphdrainagen zur Entstauung und damit einhergehender besserer Wundheilung, als auch aktive Rehabilitationsbehandlungen zur Wiederherstellung der körperlichen Funktion.