Arthrosetherapie

Die Arthrose, also der systematische Gelenkverschleiß, ist eine der häufigsten Erkrankungen bei älteren Menschen. Die adäquate Arthrosetherapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung.

Klinische Studien ergaben, dass circa ein Drittel der Erwachsenen zwischen 25 und 74 Jahren mindestens ein Arthrose-krankes Gelenk besitzen. Eine Arthrose entsteht durch erhöhten Verschleiß des Gelenkknorpels bedingt durch

  • biomechanische Faktoren (Fehlstellung, Übergewicht, Achsenfehlstellung, etc.)
  • angeborene Verformungen der Gelenke (z.B. Hüftdysplasie)
  • Stoffwechsel Faktoren (Gicht/Arthritis urica, etc.)
  • Posttraumatische Arthrose nach Verletzungen von Gelenken
  • Arthrose durch Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  • Und eine Vielzahl anderer seltener Ursachen.

Je nach Schweregrad der Gelenkabnützung kann eine Arthrose-Erkrankung in unterschiedliche Grade eingeteilt werden. Die adäquate Therapie der Arthrose richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und wird nach einer klinischen Untersuchung, entsprechenden klinischen Tests und gegebenenfalls einer Röntgendiagnostik gewählt. Ist der Knorpel bei fortgeschrittener Arthrose einmal komplett zerstört, kann er durch keine Therapie der modernen Medizin wiederhergestellt werden. Dennoch können die Krankheitssymptome deutlich gebessert werden. Eine Knorpeltransplantation ist nur bei kleinen Knorpelschäden bei sonst guten Knorpelverhältnissen sinnvoll, da die Transplantation keine substantiellen Beschädigungen am Knorpel beseitigen kann.

Arthrosetherapie Ablauf

Eine adäquate Arthrose-Therapie verfolgt grundsätzlich zwei Ziele: Schmerzfreiheit unter üblicher Belastung und die Verhinderung mobiler Einschränkungen.

Außerdem begünstigen spezielle Therapiemaßnahmen die Verlangsamung des Fortschreitens der degenerativen Veränderungen eines Gelenkes.

Am Anfang jeder Therapiebehandlung steht immer die Analyse der Gründe für die Arthrose-Erkrankung. Dieser folgt eine umfassende Aufklärung über die Erkrankung durch unser Team. Um unseren Patienten möglichst umfassende Schmerz- und Bewegungsfreiheit gewährleisten zu können, sind je nach Schweregrad der Arthrose folgende Therapieansätze geeignet:

  • Lokale und/oder systemische Schmerzreduktion und Entzündungshemmung durch entzündungshemmende Medikamente (NSAR-Therapie) oder Infiltration des Gelenkes (Spritze) mit glukosteroidhältigen Substanzen
  • Regeneration des Gelenkknorpels durch „Symptomatic Slow Acting Drugs“ (Chondroitin, Glucosamin, Diacerhein oder Hyaluronsäure) oder durch Infiltration des erkrankten Gelenkes mit Hyaluronsäure (5 Infiltrationen im Abstand von ca. 1 Woche)
  • Funktionsverbesserung durch Krankengymnastik
  • Beseitigung von Fehlstellungen

Im Endstadium der Erkrankung kann auch ein endoprothetischer Gelenkersatz (Knie-TEP oder Hüft-TEP) verwendet werden.

Erfahren Sie mehr über den Ablauf einer Operation.

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